6.5.2024 - Mattinata - Vieste - Marina di Monenero

Morgens um 6:30 mache ich mein Yoga auf der Terrasse des Campingplatzes mit Blick auf Meer, herrlich.

Nachdem ich noch den Grauwassertank entleert habe, geht es Richtung Vieste.



Die Straße verlässt bald das Meer und schraubt sich in engen Kurven in die Berge von Gargano. Rechts und links sind wunderschöne Pinienwälder, eine tolle Landschaft. Nach ca. 30 Kilometern erreiche ich Vieste, eine Hafenstadt an der Spitze der Halbinsel. Wieder geht es gemütlich zu Fuß durch die engen Gassen der Altstadt, die Häuser sind hier alle weiß getüncht. Nach einem Doppio und Einkauf auf dem Markt fahre ich weiter an die Nordseite der Halbinsel. 











Bevor ich die Küste erreiche, geht es noch über einen wunderschönen Pass, kurvenreich bergauf und wieder bergab Richtung Meer.






Hinter Rodi Garganico kommen die beiden Seen Laga di Varano und Lago di Lèsina, die jeweils nur durch einen schmalen Landstrich vom Meer getrennt sind. Am Lago di Varano geht es vorbei, rechts Pinien- und Eukalyptuswälder, die das Meer verdecken, links der See. Ich fahre an sehr viele aufgegebenen Hotels vorbei, die dem Verfall preis gegeben sind, die Gegend hier hat wohl seine besten Zeiten hinter sich.


Hinter Lesina biege ich dann auf den Streifen ein, der den Lago di Lèsina vom Meer trennt. Ich möchte zum M.A.S.H. Gargano Camp, das sehr empfohlen wird. 

Die größte Herausforderung besteht nun darin, das es bis dahin 15km auf einer Sandpiste durch das Naturschutzgebiet geht. Dafür brauche ich 45min und habe ständig Angst um meinen Abwassertank, da die Piste sehr ausgefahren ist. Es ist sehr eng und rechts und links kratzen die Büsche an La Vida. Die Spiegel habe ich eingeklappt, damit es besser geht. 

Nach endloser Kurbelei um Löcher und Spurrillen komme ich endlich an und … kein Mensch da, obwohl die letzten Rezensionen gar nicht so alt sind. Nun denn, meine erster echter Reinfall, also umdrehen und die 15km wieder zurück.

Nach 3 Stunden habe ich wieder Asphalt unter den Rädern, bin dreckig, müde und ausgelaugt.



Jetzt gilt es eine Alternative zu finden, hier in der Gegend ist noch das meiste geschlossen und wirklich schön ist es ansonsten hier nicht.
Nun denn, die Erfahrung der letzten Wochen haben mich doch etwas entspannter in der Beziehung werden lassen, also Alice Merton im Radio ganz laut als Mood Booster und weiter nach Norden, wird schon was kommen. 


In Marina di Monenero finde ich einen ganz passablen Campingplatz, stehe wieder fast am Wasser, neben mir ein paar Deutsche, locker bleiben, es geht immer was  

Die Gegend ist nach wie vor nicht wirklich schön aber nach einer Dusche fühle ich mich wieder erfrischt. 
Da ich heute Abend mal eigentlich nicht kochen wollte mache ich mich auf in den angrenzenden Ort, der auch nicht wirklich schön ist. Vermutlich ist hier in der Hochsaison die Hölle los. Momentan ist es ziemlich verlassen und nicht wirklich einladend. 
Viel hat grad nicht offen aber ich finde eine Pizzeria mit super netter Bedienung und die Pizza ist tatsächlich sehr gut. Und das ganze für 10€. 

Always look on the bright side of life 😉

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