17.5.2025 - Cinque Terre
Ich habe hervorragend geschlafen, lecker gefrühstückt und so geht es auf zu den 5 Dörfern am Meer.
Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore – diese fünf ligurischen Küstendörfer (auch als Cinque Terre bekannt) sind weltberühmt für ihre wahrhaft malerische Schönheit, die steilen Klippen und kunterbunten Häuser – sie gehören völlig zu Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Wettervorhersage ist gemischt, es wird auch etwas Regen prognostiziert und so ergibt sich, das die Fähre heute leider nicht verkehrt. Also nehme ich den Zug, der hier bis La Spezia fährt und die Orte miteinander verbindet.
Als erstes kommt Monterosso al Mare, schonmal sehr schön. An der Strandpromenade trinke ich einen Cappucino und dazu ein Croissant um dann festzustellen, das der nächste Zug ausfällt.
Spontan beschliesse ich die Strecke in den nächsten Ort, Vernazza, zu laufen, es sollen 2 Stunden sein und ich hätte eh 1,5 Std. auf den nächsten Zug warten müssen.
Der Weg steigt zunächst steil über Treppen mind 250 Höhenmeter an, ist teilweise so eng, das nur einer durchkommt und so bilden sich lange Schlangen, es fühlt sich an, wie einer Ameisenstraße. 30 Leute in der einen Richtung, dann 30 Leute in der andern Richtung. Dafür sind die Ausblicke sensationell und mit der Zeit lockert sich das ganze auch etwas auf.
Am Ende ist es etwas mehr als eine Stunde bis nach Vernazza, der Ort ist deutlich schöner als der erste.
Vernazza wird auch allgemein als das schönste Dorf von Cinque Terre bezeichnet. Das Dorf ist sehr farbenfroh mit den farblichen Häusern und den Fischerbooten. Da ich nach der Wanderung hungrig und durstig bin, mache ich eine Pause, suche mir wieder mal das Restaurant nach der Musik aus und finde auf einer Terrasse oberhalb der Hauptstrasse eine nette Bar in der ich super leckere Tortellini mit Meeresfrüchten esse.
Von Vernazza geht es mit dem Zug nach Manarola, Corniglia lasse ich aus. Manarola ist ebenfalls sehr schön, jeder Ort hier ist wunderschön.
Es sind Massen von Touristen unterwegs, jetzt in der Mittagszeit fährt der Zug alle 20 Minuten in beiden Richtungen und jedesmal stürmen etliche hundert Touristen rein und raus, die Orte können einen fast leid tun (die Kellnerin in Vernazza meinte das heute sei noch gar nichts). Es sind diesmal überwiegend Amerikaner und Asiaten und ein paar Franzosen unterwegs.
Als letzten Stop fahre ich Riomaggiore an, auch wieder wunderschön.
So langsam bin ich ziemlich kaputt und so nehme ich den Zug zurück nach Levante, nicht bevor ich in Riomaggiore noch fritierte Meeresfrüchte to-go gegessen habe.
Jetzt bin ich seit ne Weile mal wieder auf einem richtigen Campingplatz und ich finde diese Welt schon sehr witzig.
Am morgen gehen sie alle im Schlafanzug oder Bademantel Richtung Waschräume und Klos, mit Toilettenpapier bewaffnet und dann kommen sie mit gesenktem Blick zurück, weil die Waschräume gerade sauber gemacht werden. Man muss sich Grüßen, das ist quasi Pflicht und gerade hier gibt es ganz viele Hunde. Die stressen eigentlich die Leute nur, weil sie mit denen Gassi gehen müssen und weil sie immer wieder bellen und zur Ordnung gerufen werden müssen. Die wenigsten Hunde sind wirklich entspannt, da man fragt sich, warum Menschen sich antun einen biologisch und soziologisch im Kindesalter steckengebliebenen Wolf zu halten, der mehr oder weniger die ganze Welt als Mama betrachtet.


































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