21.5.2024 - Campingplatz Bergerie - Gorges de Verdon - Mont Verdoux - Malaucène

Am Morgen scheint wieder die Sonne, Hecktür auf und ich schaue in den Wald im wilden Teils des Campingplatzes in dem ich stehe. 

Heute will ich mir nochmal die Gorges de Verdon anschauen, wo ich mit Annika schon mal letztes Jahr war. Zunächst geht es durch ein ziemlich enges Tal, dann kommt man auf eine Art Hochebene. Die Landschaft ist total irre, ich fühle mich an die Sierra Nevada erinnert.
















Irgendwann geht dann links die Route de Créte ab, eine Ringstrasse, die meist direkt an der Schlucht entlang geht und sensationelle Ausblicke bietet. 








Am Ende der Strasse gehe ich etwas essen und überlege wie es weitergeht. 

Um auf dem Campingplatz am See zu übernachten ist es eigentlich noch zu früh und so beschliesse ich zum Mont Ventoux zu fahren. Der Mont Ventoux ist ein 1909 m hoher dominanter Berg. Der „Gigant der Provence“ (Géant de Provence) ist ein beliebtes Ziel von Auto- und Motorradtouristen. Auch wurden hier einige Etappen der Tour de France ausgetragen.

Aber zunächst folgt wieder eine ebene Gegend, in der Weizen -und Lavendelfelder dominieren




Der Gipfel des Mont Ventoux ist einer der wenigen Orte, von denen man bei sehr gutem Wetter gleichzeitig das Mittelmeer und die höchsten Gipfel der Alpen und der Pyrenäen sehen kann. Dort befinden sich heute unter anderem ein Observatorium und verschiedene Sendeanlagen. 

Leider habe ich mit dem Wetter kein Glück, der Berg liegt in den Wolken, man schaut quasi unter die Wolken durch nach unten, aber wirkliche Fernsicht gibt es nicht. Ausserdem ist es arschkalt und sehr windig, so das ich nach kurzem Halt beschliesse, doch nicht hier oben zu übernachten. Eigentlich wollte ich mir Sonnenunter und -aufgang anschauen.











So fahre ich dann doch ein paar Kilometer tiefer, aber der Platz, den ich mir ausgeschaut habe ist schon geschlossen und so entscheide ich mich an der Strasse zu parken. Es ist eine Sackgasse, die nur zum Campingplatz führt und hier sollte nachts kein Verkehr sein. Ein bisschen Sonnenuntergang bekomme ich so dann doch noch zu sehen.



Irgendwann stellt sich ein weißer Lieferwagen in die Nähe, es steigt keiner aus und als Camper lässt sich der Van nicht eindeutig identifizieren, da er keine Fenster hat. Wenn das Stealth Camping ist, dann sehr effektiv. Ich habe ein ungutes Gefühl und entscheide mich doch noch weiter runterzufahren. Im nächsten Ort am Ende der Bergstrasse soll ein Camperparkplatz sein. Auf dem Weg nach unten probiere ich noch ein paar Wanderparkplätze aus, aber keiner scheint zum übernachten geeignet. Heute ist echt schwierig.

In Malaucène komme ich auf den Parkplatz nicht rauf, weil meine Kreditkarte wieder nicht funktioniert, das war jetzt in Frankreich schon ein paar mal der Fall. Glücklicherweise ist hinter dem eigentlichen Parkplatz noch genug Platz um sich hin zustellen und so habe ich endlich nach 21:30 einen Stellplatz gefunden.
Bei der Abfahrt vom Berg war ich froh über mein Extra Fernlicht, wurde es doch merklich dunkel. 







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