18.5.2024 - Ligurische Reviera
Nach einer etwas unruhigen Nacht mach ich mich auf weiter Richtung Westen. Zunächst geht es eine wunderschöne kurvige Bergstrasse rauf, weg von der Küste, dann schwenkt die Straße wieder zurück an die Ligurische Rivera. Es wird voll, die Orte, schön, aber überlaufen, es ist Samstag, die Strände sind voll und die Straßen zugeparkt.
Durch Rapallo ist eine ziemliche Quälerei, die Stadt ist der größte Badeort an der Riviera di Levante und nach Portofino lassen sie mich gar nicht rein. Ich war wohl zu naiv, und muß auf harsche Anweisung einer Polizistin auf der Strasse wenden. Portofino verfügt nur über wenige Parkmöglichkeiten, und die Zufahrt wird von der lokalen Polizei limitiert. Mir war nicht bewusst, das Portofino so berühmt ist. Seit dem großen Besucheransturm, erst britischer, später deutscher Touristen zu Beginn der 1990er-Jahre, ist die Wirtschaft Portofinos nahezu ausnahmslos an den Tourismus gebunden. Die Gemeinde und ihr Umland sind ein wichtiges Ausflugsziel für Besucher aus aller Welt.,
Bill Gates’ Hotelkette Four Seasons kaufte 2023 das Schloss Portofino, das auf Castello San Giorgio und 1425 zurückgeht, für 60 Mio. Euro.
Nach diesen beiden Touristenmagneten kommt Genua, Google lotst mich mehr oder weniger mitten durch die Stadt, der Verkehr ist mörderisch und ich hungrig.
Es geht immer an der Küste lang, die Straße ist voll und es macht nicht wirklich viel Spaß. Immer wenn eine Bademöglichkeit existiert, gibt es Strandbars die Plätze vermieten und die Straße ist komplett zugeparkt. Öffentliche Strände gibt es wenig.
Zwei Campingplätze, die ich ansteuere sind ausgebucht und ein großer Camperparkplatz ebenfalls. Und an der Straße zu parken ist aussichtslos und wäre wohl sicher auch zu laut und unschön zum übernachten.
Macht nichts, wird schon was kommen und es ist ja noch nicht so spät. In Loano sehe ich zufällig ein Schild zum Campingplatz Camper Holiday, geiler Name denke ich mir und die Bewertung auf Park4Night ist mittelmäßig. Egal, langsam habe ich die Nase voll und fahre dort hin. Liegt nicht am Meer, etwas höher in den Bergen aber dafür ruhig und nicht überlaufen.
Es ist besser als gedacht, ziemlich leer, ich stehe zwischen zwei unbewohnten Dauercampern und habe so ziemlich meine Ruhe. Nach der überfälligen Dusche mache ich mich mal wieder ans Waschen, brauche dringend T-Shirts. Da hier keine Waschmaschine ist, wird mit der Hand gewaschen, geht auch.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen