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Es werden Posts vom Juni, 2012 angezeigt.

20.Tag Westensee bei Kiel - St. Leon-Rot

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Happy Birthday to myself !! Der Sturm hat über Nacht nicht wirklich nachgelassen und es ist immer noch ziemlich kühl und der Himmel grau in grau. So sitze ich beim Frühstück im Zelt und packe mein Geschenk aus. Ich muss herzlich über das Elchmenü lachen, leider ist es jetzt zu früh dafür. Ich werde es wohl mal mit Annika zum Mittag essen. Einpacken, festschnallen und ab auf die Bahn zur finalen Etappe. Es stürmt wieder von schräg vorne und ich werde mächtig durchgeschüttelt.  So nach und nach, je weiter ich nach Süden komme wird es aber wärmer und ich ziehe eine Schicht nach der anderen aus. Solche Temperaturen habe ich lange nicht mehr gehabt. Gegen 16:00 Uhr laufe ich in die Röntgenstrasse ein, eine freudige Überraschung für Annika, die tatsächlich nichts gewusst hat. Noch ein Resümee, da ich jetzt diese Zeilen niederschreibe: Ich hätte mir die Zeit doch anders einteilen sollen und die übrig gebliebenen 4 Tage bis Samstag ausnutzen sollen. So hätte ich sic...

19.Tag Åros Feriesenter - Westensee bei Kiel

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Über Nacht hat der Regen nachgelassen und Norwegen verabschiedet mich mit herrlichem Wetter. Noch einmal geht es genüsslich über die kleine Küstenstrasse durch die Schären zurück nach Kristiansand zum Fährterminal. Nachdem ich das Ticket gekauft habe bleibt viel Zeit bis die Fähre geht. Das Einchecken beginnt um 12:30 Uhr. Die Wartezeit verkürzt sich sehr angenehm mit einem Düsseldorfer Kanufahrer, der mich zum frisch gebrühten Kaffee an seinem selbstausgebautem LT einlädt. Wir tauschen Erfahrungen aus, ein netter Typ und so geht die Wartezeit bis zum Einchecken schnell rum. Die übliche Hektik lässt mich kalt, routiniert ist die Dicke verzurrt und hoch geht es in den gemütlichen Komfortbereich mit dicken Ledersitzen.  Ich gönne mir für 240NOK das leckere All-inclusive Buffet und schlage mir genüsslich den Bauch voll während der Katamaran ordentlich durch die Wellen stampft. Das Gehen ist bei diesem Wellengang eine echte Herausforderung und ich muss mit den vollen Te...

18.Tag Valevag Camping - Åros Feriesenter (430KM)

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Der Sturm und Regen hält die ganze Nacht an und am morgen packe ich meine Sachen seit langem mal wieder im Regen. Den ganzen Tag wird sich an dem Wetter auch nichts wesentlich ändern, das ist sicher wettermässig der schlimmste Tag der ganzen Reise. Die Strasse schlängelt sich nah der norwegischen Küste entlang und mit der Fähre geht es über den Boknetfjorden nach Stavanger. Eine knappe Stunde, am Eingang des Fjords, kurz vor dem offenen Meer, kämpft die Fähre durch die See und rollt dabei gewaltig. Diesmal habe ich zur Sicherheit meine Dicke auch mal wieder festgezurrt. Die Stimmung auf dem Schiff ist gedrückt, einige haben offensichtlich mit leichter Seekrankheit zu kämpfen. Ich bleibe glücklicherweise verschont und wärme mich an heißem Kaffee, der bei dem Wetter und Temperaturen richtig gut tut. Auf der anderen Seite geht es weiter an der Küste entlang. Landschaftlich erinnert es hier an Irland, Fjordnorwegen habe ich nun hinter mir gelassen. Einige Brückenüberquerun...

17.Tag Balestrand - Valevag Camping (310KM)

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Der Regen, der gegen Abend langsam einsetzte hat die ganze Nacht angehalten und so krieche ich erst um 8:00 Uhr, als es endlich aufgehört hat, aus dem Zelt. Während ich alles aufpacke kommt die Sonne raus und es wird schwülwarm. Endlich losfahren, der Schweiss trocken angenehm kühl. Es geht zunächst weiter den Sognefkjord entlang, bei schönstem Wetter singe ich fröhlich vor mich hin. In Vadheim treffe ich auf die E39 Richtung Bergen. Ab hier wird die Strecke, gut ausgebaut, recht schnell langweilig. In Bergen fahre ich nur langsam eine Runde durch die Innenstadt, Bergen macht sinem Namen als regenreichste Großstadt Europas alle Ehre und ausserdem will ich hier in der Stadt mein Mopped mit all dem Zeugs nicht einfach stehen lassen. Also geht es weiter Richtung Stavanger auf der E39. Es regnet und die Strasse ist voll, das macht jetzt nicht so wirklich Spaß. Ab Hahljem geht es ca. 1 Stunde mit der Fähre über den Björndalsfjorden.    Drüben angekom...

16.Tag Folldal - Balestrand (360KM)

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Boah, was für ein Tag. Morgens um 5:00 Uhr bin ich noch frierend aufgewacht, das Inlet schlauerweise draussen im Koffer. Also Hose und Pullover an und bis 8:00 Uhr weitergeschlafen.  Im Laufe des Tages wird es immer wärmer und am Abend liege ich auf der Isomatte vorm Zelt auf dem Rasen und es sind 23° in der Sonne. Zunächst geht es rüber zur E06, ein Stück südwärts und dann rüber nach Westen auf der E15. Bei Lom biege ich wieder ab auf den Sognefjellweg durch den Nationalpark Jotunheimen .  Die Strasse ist diesmal gefühlt noch besser als auf dem Hinweg. Elveseter - Sagensäule Auf dem Sognefjellet Das sind 100KM zum Verlieben . Oben sind natürlich nur 10° und ich sehe wieder Langläufer , aber je weiter ich wieder runter Richtung Sogndals komme, desto wärmer wird es. Seiut fast 2 Wochen kann ich die Griffheizung mal wieder ausmachen. Ab Sogndals fahre ich auf der Nordseite den Sognefjorden entlang. Hier gibt es bereits große Apfelplant...

15.Tag Ostersund (S) - Folldal (NOR) (380KM)

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Nach morgentlichem Schwatz mit dem Bremer geht es bei schönem Wetter zunächst von Osersund südlich auf der E45 bis ich bei Asana auf kleine Strassen nach Westen abbiege. Suf der E45 komme ich geradewegs nach Westen auf die norwegische Grenze zu, die man fast unbemerkt passiert. Die Landschaft wird bergiger und die Strasse kurvenreicher. Vorderrad schon in Norwegen, Hinterrad noch in Schweden Grenzstein In Norwegen gehrt es südlich bis Alvdal, wo ich wieder nach Westen abbiege. Die Landschaft hier erinnert an Österreich, weite Täler mit einem Fluß und umgeben von Wiesen und hohen Bergen. Es ist traumhaftes Wetter, ideale Bedingungen zum Motorradfahren. In Folldal finde ich einen netten Campingplatz wo ich mein Zelt unter Kiefern aufbaue und den Rest des Tages geniesse. Museumstankstelle in Folldal Es fällt sofort auf, das Norwegen irgendwie ursprünglicher, wilder ist.    Auch gibt es hier keine Poser wie in Schweden, wo quasi je...

14.Tag Byske - Ostersund (500KM)

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Heute gibt es nicht viel zu schreiben. Der Regen hat aufgehört und es geht zunächst durch schwedische Bilderbuchdörfer ins Landesinnere. Nach und nach wird es einsamer und immer geht mehr oder weniger geradeaus durch endlose Kiefernwälder. Wieder ist es egal ob man eine rote oder gelbe Strasse fährt, eigentlich gibt es keinen Unterschied. Skellefteälven - Wasserkraftwerk Das Anhalten lohnt sich jedenfalls nur zum Tanken und Pinkeln. Das erklärt auch die hohe Kilometerleistung. Einzig das mir eine Dose Bier im Koffer eingerissen ist, sorgt für unnötige Arbeit. Aber zum Glück war der Schlitz nicht so groß, so das nicht so viel ausgelaufen ist. Ausserdem bleibt es wenigstens wegen der schrägstehenden Koffer in der vorderen Ecke. Ich habe es auch schon relativ kurz nach dem Einkauf gemerkt, als ich ausserhalb des Ortes zum Picknick angehalten habe. geplatze Bierdose im Koffer ... Und dann war da noch das dusselige Rentier, daß geschlagene 150 Meter v...

13.Tag Muonio(FIN) - Byske(S) (490KM)

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Heute morgen hat sich das Wetter gebessert und ich fahre zunächst auf finnischer Seite weiter Richtung Südosten bis Kolari. Dort wechsle ich auf die schwedische Seite. Auf kleiner unbefahrener Strasse geht es nach Süden. Ohne Regen und frisch am Vormittag kann ich diese schnurgraden menschenleeren Strassen richtig geniessen. Über Overkalix und Törn komme ich an den bottnischen Meerbusen. In Lulea will ich noch raus auf eine Landzunge die in der Karte eingezeichnet ist. Den Weg dahin muß ich allerdings ziemlich suchen (Fazit: das Navi ist Scheisse !). In einem kleinen Hafen mache ich Rast am Wasser, nun quasi auf der anderen Seite von Skandinavien. Das Wetter ist super, zwar bewölkt aber 18° warm. Überhaupt hat sich das Klima und die Landschaft merklich geändert seit ich wieder südlich des Polarkreises bin (Das ging auf dem Rückweg irgendwie schneller). Die kleinen Birken sind stattlichen Kiefern gewichen und es gibt auch wieder grüne Wiesen, zum Teil sind sogar schon wie...

12.Tag Alta Strand Camping - Muonio(FIN) (380KM)

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Der Tag beginnt mit Regen und es hört den ganzen Tag nicht mehr auf. Es geht über die Finnmarksvidda nach Kautokeino und weiter nach Finnland. Ein kurzer Kaffeestopp hinter der Grenze und weiter nach Enontenkiö . Zunächst geht es dann in Finnland 38km zurück nach Nordwesten in die 'falsche' Richtung bis es wieder eine Brücke über den Grenzfluss gibt. In Karesuvanto geht es rüber nach Schweden und auf schwedischer Seite 70km wieder zurück nach Südosten. Warum die Strasse als schöne Strecke eingezeichnet ist, bleibt mir unklar. Mir ist das heute zuviel Einsamkeit, eine endlose Strasse ohne nennenswerten Verkehr. Auf schlechter Strecke begegnen mir in einer Stunde vielleicht 5 Autos. Bei Dauerregen und ziemlich leerem Tank nicht gerade ein Genuss. Zumal mir seit heute morgen Mittel- und Ringfinger der linken Hand schmerzen. Vermutlich wegen der dauernden Kälte haben sich die Gelenke entzündet. Jeder Schaltvorgang tut jedenfalls ziemlich weh....

11.Tag Alta Strand Camping - Nordkap - Alta Strand Camping (490KM)

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Wieder werde ich wach weil es im Zelt so heiß ist. Ich mache den Schlafsack auf und nur im Inlet schlafe ich weiter bis 8:00 Uhr. Nach dem üblichen Kaffee und Nutellabrot packe ich routiniert meine Sachen und mache mich auf die letzten 240km bis zum Nordkap. Zunächst geht es noch kurz am Altafjord entlang doch dann verlasse ich die grüne Küste und komme in karge, birkenbewaldete Gegend. Oben auf dem Sennalandet wächst dann nur noch Moos, Flechten und ein paar kleine Büsche. Dafür sind hier jetzt endlich die vielen Rentiere von den alle immer gesprochen haben. Am Olderfjord endet die Reise auf der E06. Ich tanke zur Sicherheit nochmal und muß amüsanterweise während des Tankens eine Alkoholkontrolle machen. Und das morgens um 11:00Uhr... Jetzt geht es weiter auf der E69 nach Mageroya , der Nordkapinsel. Vorher gilt es noch den knapp 7 KM langen Tunnel unter dem Meer zu bewältigen. Ein komisches Gefühl so 212 Meter unter dem Meeresspiegel zu fahren. ...