9.Tag Lapphaugen Turiststasjon - Skittenelv camping (220KM)

Das Kaffeewasser kocht und mein Nutellathermometer zeigt an das es richtig kalt ist. Jedenfalls ist das Nutella steinhart. Es sind 4°C und oben an den Hängen kann man Neuschnee sehen.

Heute will ich nach Tromsö und anschließend auf einen Campingsplatz 25KM hinter Tromsö. Ca. 1 Stunde nach der Abfahrt hört es auf zu regnen, aber es bleibt ziemlich kalt. Erst Richtung Tromsö wird es wärmer.

Ich besichtige die Eismeerkathedrale und schlendere gemütlich durch die hübsche Altstadt mit den alten Holzhäusern. Paris des Nordens wird Tromsö auch genannt, weil die reichen Kaufmannsfrauen immer mit den neuesten Stoffen ausstaffiert waren.






In einem Fischladen kaufe ich mir ein Stück Lachs für heute abend und im Supermarkt ein Arctic Pilsner dazu. Ich denke, hier oben im Norden wird das besonders gut schmecken.

Der Campingplatz in Skittenelv hat wirklich ein tolle Lage. Ich baue mein Zelt in der ersten Reihe am Wasser auf. Da ist es zwar windiger, aber ich habe einen unverbaubaren Blick über den Tromsöfjord.

Es zeigt sich wieder mal der Vorteil der 4 Eingänge meines Zeltes, ich finde immer eine Position bei der der Eingang windgeschützt ist.


Das es heute recht früh ist, kann ich die dreckige Unterwäsche waschen und meine Regenjacke reparieren.
Ein Zug am Armabschluss ist angerissen und muß genäht werden. War mir schon von Anfang an klar das das irgendwann mal passieren wird, aber irgendwie macht es sogar richtig Spaß vor dem Zelt auf der Bank zu nähen.



So langsam füllt sich der Platz dann doch mit Wohnmobilen, aber alle justieren nur als erstes ihre Satellitenschüsseln und haben keinen Blick für die Berge, den Fjord, die gradezu majestätische Schönheit der Landschaft.
Es gibt tatsächliche welche, die man den ganzen Abend nie zu Gesicht bekommt, die könnten doch auch auf einem Bauplatz übernachten, sehen ja eh nicht was draussen vor sich geht.

22:00 Uhr, das Lachsteak war sehr lecker und der anschließende Schwatz mit einem Tübinger Paar beim Abwaschen auch ziemnlich nett.

Überhaupt, das alleine Reisen hat definitv den Vorteil, das man andauernd neue Leute kennenlernt. In der Gruppe ist man ja eher mit sich selbst beschäftigt und wird auch nicht so leicht angesprochen als wenn man alleine reist.



Gerade kommt die Sonne durch die Wolken und scheint über den Bergen. Es klart mehr und mehr auf, völlig irre, es ist nach 22:00Uhr und die Sonne scheint am Himmel als wäre es später Nachmittag.







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