6.Tag Snasavatnet - nördlich Mo I Rana (380KM)
Heute steht die RV17 auf dem Plan.
Ich erwache bei strahlendem Sonnenschein um 7:30, es dauert aber wieder bis 9:00 bis ich los komme. Nach dem Frühstück noch etwas lesen, gemütlich und mittlerweile routiniert zusammenpacken und nach einem nettem Schwätzchen mit der Campingplatzbesitzerin geht es los.
Zunächst geht noch nochmal kurz über die E6 und dann links in den Wald auf der RV775 Richtung RV17
Die Strasse geht beschwingt auf und nieder nach Westen zur Küste und in Holm geht es zum ersten Mal mit der Fähre weiter.
Die Wartezeit ist mit einem Schwätzchen mit einem Pärchen aus Spremberg schnell verflogen. Nach der Fähre geht es weiter Richtung Horn wo ich wegen 5 minütiger Tankpause auf dem Weg dorthin die Fähre verpasse.
Ich sehe sie gerade noch auslaufen....
Die Anschlusszeiten sind recht knapp bemessen, nun heißt es eine Stunde warten. Das ist aber bei Sonnenschein und der Gesellschaft zweier frisch pensionierter Norweger mehr als angenehm. Zusammen geht es weiter nach Forvik, die Fähre läuft gerade ein und nun geht es eine Stunde nach Tjotta. Im Salon gibt es Kaffee und Waffeln.
Für die folgenden 75km bleiben 1,5 Stunden, schnell überhole ich alle und habe die Strasse dann für mich allein...einfach Traumhaft !!
Zwischendurch geht es über eine gewaltige Brücke nach Levang.
Zwischendurch geht es über eine gewaltige Brücke nach Levang.
Es ist bereits 19:15 und nach der Fähre will ich gleich den nächsten Campingplatz nehmen. Ausgerechnet hier gibt es nichts, die Strasse führt aber einzigartig über einen surrealen Pass, irgendwie wie Mondlandschaft, nach Mo I Rana.
Ich fliesse, bin eins mit der Maschine, völlig losgelöstes Dahingleiten bei 85km/h. Spüre keine Müdigkeit, einfach nur fahren....
Ob es daran liegt, das irgendwie anderes Licht ist ?
Auch hinter Mo I Rana kommt sogleich nichts, so dass ich bis 21:00 fahre und schließlich eine Hütte finde. 12 Stunden Fahrt und Wartezeit, aber es macht mir gar nichts aus.
Das es jetzt 22:45 ist erscheint unwirklich, es kommt mir vor wie 19:45.
Ich vergass:
Ab und zu klappert die Kette ja immer noch, wahrscheinlich bin ich hypersensibel. Also habe ich mich am frühen Vormittag mal wieder an einer Tankstelle unters Motorrad gelegt um das Ritzel als weitere mögliche Quelle zu untersuchen. Das sitzt aber Bombenfest und so habe ich nun endgültig beschlossen das ganze zu ignorieren.
Einzig die Funktion des Kettenölers werde ich nun regelmässig bei jedem Halt kontrollieren.
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