3.Tag Kristiansand - Tvinnefoss (460KM)
Um 7:30Uhr wache ich auf und .... es regnet.
Eigentlich habe ich gar keine Lust aufzustehen. Ich koche Kaffee, geniesse ein Nutellabrot und fange an zu packen.
Wird das langsam mehr oder warum passt das alles nicht mehr so gut ;-)
Letztlich ist alles verstaut und es geht los. Auf kleiner Strasse rüber zur E9 und dann gradewegs nach Norden. Kurz hinter Evje wechsle ich auf eine kleine Nebenstrasse die sich als Schotterpiste entpuppt. Nach dem Regen recht schmierig aber trotzdem gut zu fahren. Meine Kette schlägt heftig, wohl doch zu locker und so mache ich mitten im Wald halt um die Kette zu spannen.
Dabei stelle ich fest das der Kettenöler nicht richtig funktioniert. Dreckszeugs, kaum mal auf Schotter und schon verstopft. Innen geht er noch und so erhöhe ich die Dosierung. Dafür sifft der Reifen ein und ich befürchte in Linkskurven wegzurutschen. Ich mache mir ziemlich Sorgen wegen der Kette !!
Wenigstens ist sie jetzt nicht mehr trocken. Hoffentlich ist sie nicht allzusehr in Mitleidenschaft gezogen, die 6 Stunden Regen in DK waren da sicher nicht das Beste.
Immerhin hört es auf zu regnen, das Wetter wird immer besser und es wird wärmer. Am Haukelitfjell, jetzt auf der E134, liegt allerdings immer noch soviel Schnee, dass die noch Passstrasse gesperrt ist.
Ich muß doch durch den Tunnel und komme bei schönstem Wetter runter nach Roldal wo eine alte Stabkirche zu bewundern ist.
Weiter geht es auf der E13 zum Latefossen, ich zähle die Wasserfälle schon gar nicht mehr, es sind Hunderte.
Auf der E13 geht es weiter nach Ytre, den geplanten Campingplatz in Ringoy lasse ich links liegen und setze mit der Fähre über den Eidfjorden
Auf der anderen Seite fahre ich eine kleine Passtrasse über Ulvik nach Voss. Sicher eine der schönsten Strasse, die ich je gefahren bin !!
Kurz hinter Voss halte ich am Tvindefossen Camping und nehme mir eine Hütte.
Erst das Ross dann der Reiter und so lege ich mich unter die Maschine und demontiere die Spritzeinheit des Kettenölers. Tatsächlich verstopft....mit Draht ist das Loch aber schnell wieder frei....mal sehen wann das wieder verstopft ist.
Von anderen Campingsgästen leihe ich mir eine Feile um auch gleich das lästige Übel mit den zu engen Bohrungen für die Kofferhalter zu lösen. Mit einer Runde feilen gehen sie nun endlich leicht rein und raus und die tägliche Quälerei hat hoffentlich ein Ende.
Nachdem so das Ross versorgt ist gönne ich mir eine Dusche und dann gehts ans Kochen.
Jetzt, so gegen 22:00Uhr sitze ich in einer halbwegs lauen "Nacht" vor der Hütte und die Sonne scheint immer noch gegenüber den Berg an. Dunkel wird es jetzt endgültig nicht mehr.
Das Leben ist schön !!
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