7.5.2025 - Grandiose Wüstenlandschaften

 Nachdem ich mit den Cowboys zu Bett gegangen bin, stehe ich vor den Cowboys auf.

Gestern Abend habe ich noch einen Tip von einem französischen Pärchen mit 4*4 bekommen. Die Wüste bei Gorafe. Ich hatte sie mir eh schon gespeichert, aber nach deren Bildern und Erzählungen freue ich ich umso mehr. Auch wenn ich ein bisschen Bammel vor der Schotterpiste habe.

Zunächst geht es weiter durch die Wüste Tabernas auf der A-92 Richtung Norden, dann kurz Ostwärts bis ich die Autovia verlasse und mich ins Abenteuer stürze. Links sieht man die noch ein wenig schneebedeckten Berge der Sierra Nevada


An Acequia del Toril vorbei geht es ein Stück Richtung Gorafe, bevor ich von der Strasse abbiege und in die Piste einsteige. Ich frage mich ob das eine gute Entscheidung war, aber an Umdrehen ist hier eh nicht zu denken. Das muss jetzt passen und vor allem darf mir hier keiner entgegenkommen. 

Die Landschaft ist jedenfalls grandios und im ersten Gang geht es rumpelnd und polternd der Berg hoch. Mein Schrankinhalt sortiert sich grad neu und die Gewürze sind inzwischen schon im Wagen verteilt.

Es sind einige knifflige Passage dabei, ausgewaschene Stellen, kurze Sandstellen an denen gerne mal die Vorderräder durchdrehen.






Nach gefühlter Ewigkeit, es waren vielleicht 5 km, komme ich an eine Kreuzung, bin schon recht weit oben und die Piste wird etwas besser und vor allem auch etwas breiter, so daß ich ein paar entgegenkommende Geländewagen vorbeilassen kann. Ich kann mich kaum satt sehen an der Landschaft, halte mehrfach an, um Bilder zu machen, ein Glück ist wirklich nur sehr sehr wenig Verkehr, vielleicht 5 Autos in 2 Stunden auf der gesamten Strecke.


Ich fahre bis zu einem markanten Aussichtspunkt, den ich mir auf Google vorher ausgesucht habe. Kurz vorher ist ein kleines Plateau an der Strasse an dem ich parken und wenden kann.

















Nachdem ich mir die Landschaft ausgiebig angeschaut und auf mich wirken habe lassen, geht es zunächst wieder 8km zurück, an der Kreuzung diesmal anders lang Richtung Gorafe. Es geht teilweise nochmal steil bergauf, Konzentration ist bei der ausgewaschenen Piste gefragt. Irgendwann erreiche ich ein Art Hochplateau mit einem Observatorium, ich kann mir vorstellen, das hier oben nachts richtig dunkel ist und man ganz toll Sterne sehen kann.


Zum Schluss des Abenteuers geht es auf einer Betonpiste steil bergab Richtung Gorafe und nach gut 2 Stunden habe ich wieder Asphalt unter den Rädern, was für eine Ruhe beim fahren 😛

An der Auffahrt zur Autovia nehme ich in einem Restaurant am Strassenrand ein 3-gängiges Menu del Dia zu mir. Salat, dann grüne Bohnen mit Speck und als letztes Huhn mit Pommes und ein Café Solo für gnadenlose 13€ und nicht mal schlecht. 

Jetzt geht es nochmal 80km gen Granada, ein Stück vorher biege ich aber ab in die Berge, durch enge Gassen eines Bergdorfes zu einem an einen Stausee gelegenen Campingplatz. Hier kann ich morgen den Bus nach Granada nehmen, allerdings gibt es frühestens wieder Anfang Juni Karten für die Alhambra, da muss ich dann wohl nochmal herkommen, wieder nichts.





Wow, das waren heute spektakuläre Aussichten in einer umwerfenden Landschaft, wieder mal zeigt sich die ganze Schönheit des spanischen Innenlandes abseits der bekannten Badeorte.


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