11.5.2025 - Ab jetzt nordwärts
Am Morgen hat sich der Ölfleck unter La Vida zumindest nicht wirklich vergrößert, das macht Hoffnung und tatsächlich ist auch das Pfeifen verschwunden, das mutmaßlich davon kam, das kein Hydrauliköl mehr in den Leitungen war und die Servopumpe schlicht trocken gelaufen ist. Also alles bestens und ein erster Stop zeigt nach 10 Minuten auch kein Tropfen, also es scheint wirklich soweit OK zu sein, das ich mir keine großen Sorgen machen muss. Im Notfall wird einfach regelmäßig Öl nachgefüllt.
Von Gibraltar geht es nach Tarifa, dem südlichsten Punkt auf dem europäischen Festland, eine alte Festungsstadt, die durch die permanenten West- (Poniente) bzw. Ostwinde (Levante) ein Mekka der Kite- und Windsurfer geworden ist.
Die Entfernung nach Marokko und somit auf den afrikanischen Kontinent beträgt nur 14 km. Nirgendwo sonst liegen Europa und Afrika näher beieinander
In der Altstadt herrscht lockeres Treiben am Sonntag morgen, am Angebot der Cafés und Bars erkennt man das viele Touristen, vor allem eben x-Surfer hier sind. So gibt es hier z.B. Avocado Toast, das sonst in Spanien ja eher nicht zu bekommen ist. Ich begnüge mich mit einem Café con Leche und ein Pan con Tomate, habe schliesslich grad gefrühstückt.
![]() |
| Da stehe ich ca. 100m vor dem südlichsten Punkt Europas und ein Stahltor zur Festung versperrt mit den Weg 😝 |
Von Tarifa geht es auf Bergstrassen und auf der Autovia nach Cadiz. Die Altstadt von Cádiz liegt am Atlantik auf einer – heute durch Brücken mit dem Festland verbundenen – Felseninsel in der Bucht von Cádiz. Cádiz gehört zu den ältesten Städten Westeuropas. Nach der Entdeckung Amerikas wurde Cádiz bedeutend und blühend als ein Hauptstapelplatz des spanischen Handels mit den überseeischen Kolonien und als Hafen der spanischen Silberflotte.
Der ehemalige Reichtum von Cadiz zeigt sich in einer schönen Altstadt mit vielen hübschen Barockvillen und der größten Kathedrale Spaniens.
Ich schlendere gemütlich durch die Straßen der Altstadt und lasse mich ein wenig treiben. Die Kathedrale ist wirklich beeindruckend groß.
Vom Strand führt ein breiter Steg zu einer vorgelagerten Festungsinsel.
Ab jetzt geht es eigentlich nur noch nordwärts, ich habe noch gut 2 Wochen und etwas mehr als 3000km vor mir, wollte am liebsten nach Finisterre zum Ende des Caminos (dann wären es 3500km). Ich werde durch die Extremadura nach Norden fahren, nächstes Ziel morgen ist Sevilla, dann geht es grob über Merida, Cáceres und Salamanca weiter nach Norden.
Und mein geliebter Schatz wartet zu Hause, kann es kaum erwarten sie endlich wieder in die Arme zu nehmen

































Kommentare
Kommentar veröffentlichen