19.4. Over-Tourism
Ich hätte es ahnen können, es war eigentlich klar.
Nachdem ich am Morgen den Abwassertank geleert, und Frischwasser "gebunkert" habe, geht es auf nach Spanien.
Auf kleinen, gewundenen Strasse geht es entlang der Steilküste von Argelès-sur-Mer Richtung Cadaques. Eine malerische Strasse und plötzlich ist man in Spanien.
Je näher ich Cadaques komme, desto voller werden die Strassen und mich überkommt eine böse Ahnung, die nicht entttäuscht wird. Cadaques ist überfüllt, kompletter Over-Tourism, der Campingplatz ausgebucht und jede nur halbwegs passable Parkmöglichkeit ausgeschöpft. Zudem sind Camper nicht wirklich willkommen, es gibt keine Möglichkeit, abgesehen von dem einzigen Campingplatz. Es gibt einen einzigen Parkplatz, aber der soll 50€ die Nacht kosten. Frustriert beschließe ich nach Figueres zu fahren um dem Dali Museum einen Besuch abzustatten.
Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, ist auch hier alles voll. Immerhin gibt es die Möglichkeit auf einem Supermarktparkplatz zu stehen, nicht schön, aber etwas anderes gibt es nicht.
Auf der Rambla gibt es eine Bar und ich nehme die ersten Tapas in Spanien und dazu ein Cerveza, jetzt geht es mir besser, auch wenn ich mir wegen dem Stellplatz nicht sicher bin. Es gab ein paar negative Kommentare, was die Sicherheit angeht.
Die Schlange am Museum ist ca. 50m lang, es geht nur mit festen Einlasszeiten. Immerhin reicht es für ein Foto vor dem Gebäude.
Ich bin entgültig genervt und da mir die Sicherheitslage auf dem Parkplatz nur bedingt behagt, beschließe ich in die Berge zu fahren. Da habe ich einen kleinen Campingplatz gefunden, ich werde dann morgen wandern gehen und meine Besuche in Figueres und Cadaques auf den Rückweg verlegen. Vielleicht ist es ja besser, wenn ich in der Woche hinfahre.
Jetzt muss nur noch das Wetter halten um morgen etwas zu wandern, am späten Nachmittag ist ein Gewitter und ziemlicher Regen über den Campingplatz gezogen.




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