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Zwischen Aufschlag und Aufbruch

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Manche Phasen im Leben fühlen sich nicht laut an. Kein großes Feuerwerk, keine radikale Veränderung über Nacht. Eher wie ein sauber getroffener Tennisball: klar, kontrolliert, mit gutem Timing. Tennis ist dieses Jahr intensiv geworden. Nicht nur sportlich, sondern auch als Mannschaft. Tolle Leute, gute Dynamik, gemeinsame Spiele, gemeinsame Siege und Niederlagen. Es geht längst nicht mehr nur um Technik oder Punkte, sondern um Rhythmus, Vertrauen und Zusammenhalt. Genau das macht Mannschaftssport am Ende aus. Auch beruflich läuft vieles erstaunlich ruhig. Die Arbeit geht von der Hand. Weniger Kampf, weniger Reibung. Vielleicht liegt es daran, dass der Blick langsam weiter nach vorne geht — Richtung Vorruhestand. Nicht als Flucht, sondern eher als neue Etappe. Der Gedanke daran wirkt inzwischen nicht mehr abstrakt, sondern greifbar. Dazu kommen diese Momente, die nach Freiheit schmecken. Zweimal Gleitschirmfliegen dieses Jahr. Beide Male dieses eigenartige Gefühl zwischen Konzentration ...

Wieder zurück in Meduno

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  Es gibt Orte, zu denen man immer wieder zurückkehrt — nicht, weil sie spektakulär neu wären, sondern weil sie sich irgendwann wie ein zweites Zuhause anfühlen. Meduno im Friaul ist für mich genau so ein Ort. Diesmal war ich mit dem Van unterwegs. Schon die Anreise fühlte sich dadurch entspannter an. Kein fixes Programm, kein Zeitdruck. Einfach losfahren Richtung Süden.  Und spätestens beim Stellplatz bei Patrizia war klar: Genau deswegen macht man solche Reisen. Dieser Platz ist einfach wunderschön. Ruhig, grün, umgeben von Bergen, morgens die ersten Sonnenstrahlen auf dem Van und abends diese besondere Stimmung nach einem langen Flugtag. Trotz der vielen Besuche in Meduno gab es diesmal auch neue Gesichter. Und genau das mag ich an der Fliegerszene so sehr: Menschen werden unglaublich schnell zu Freunden. Vielleicht liegt es daran, dass man gemeinsam intensive Momente erlebt. Die Gespräche gehen oft erstaunlich schnell in die Tiefe — über das Fliegen natürlich, aber genauso...

Winterflucht nach Italien

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  Im Februar gibt es irgendwann diesen Punkt, an dem der Winter einfach reicht. Graue Tage, kalte Luft, zu wenig Licht. Genau deshalb ging es dieses Jahr nach Norma in Italien — zum Gleitschirmfliegen, aber eigentlich auch ein bisschen zur Flucht Richtung Sonne. Schon die ersten Stunden dort fühlten sich anders an. Mildere Luft, helleres Licht, dieses italienische Lebensgefühl, das sofort entschleunigt. Während zuhause noch Winterjacken dominierten, saß man dort bereits in der Sonne und schaute den ersten Piloten beim Starten zu. Das Schönste an solchen Reisen sind oft nicht nur die Flüge selbst, sondern die Menschen. Alte Freunde wiederzutreffen, gemeinsam zu fliegen, zusammen zu essen und bis spät abends Geschichten auszutauschen — genau das macht solche Tage besonders. Beim Gleitschirmfliegen entsteht schnell eine eigene Dynamik: viel Vertrauen, viel gegenseitige Unterstützung und diese gemeinsame Begeisterung für das Fliegen. Und die Flüge dort sind ohnehin schwer zu beschreibe...

25.5.2025 - Landeanflug

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Meine letzte Nacht in La Vida, bevor ich nach Hause komme. Ich kaufe ich in einer wunderschönen Patisserie / Boulangerie ein letztes französischen Baguette und Erdbeertörtchen bevor es auf die Autobahn nach Hause geht. Ich rolle gemütlich mit 110km/h dahin, La Vida schnurrt zufrieden, die Lenkung hat es diesmal auch überlebt.  Fertig, letzte Klappe. 9111km in knapp 2 Monaten durch Italien, Frankreich und vor allem Spanien, ein Träumschen 😍 Es war mir ein Fest, La Vida hat mich wieder begeistert, Spanien viel schöner als erwartet, und Frankreich sowieso immer ein Fest der Sinne. Das war definitiv ganz anders als letztes Jahr und am schönsten wäre es, solche Touren ab jetzt gemeinsam zu machen. 

24.5.2025 - Höhlen im Jura

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Am morgen fahre ich zur Zahnradbahn am Puy de Dome in der Hoffnung fliegen zu können. Ich sehe zwei Flieger, aber der Wind steht nicht wirklich gut und vor allem ist die Landewiese komplett vollgeschissen. Da muß ich nicht für 16€ hochfahren, 10 Minuten Fliegen und mir dann am Landeplatz den Schirm verdrecken. Also geht es auf die Autobahn Richtung Jura. Ich nehme heute mal die Autobahn, nachdem die mautfreie Strecke über Landstrassen ungefähr 50 Kreisverkehre hat, und vermutlich ebenso viele Speed Bumper gehabt hätte. Es geht nach Baume-les-Messieurs , einer weiteren Kleinstadt auf der Liste der Plus beaux villages de France. In Baume-les-Messieurs liegt die Benediktinerabtei Saint-Pierre, die 909 gegründet wurde und ca. 2km entfernt eine Grotte und ein schöner kleiner Wasserfall. Nach einem gut 30 minütigem Fussmarsch komme ich gerade rechtzeitig zur letzten Führung des Tages an der Grotte an. Die Führung ist zwar auf französisch und ich verstehe natürlich kein Wort, aber die Höhle i...